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Mein lila Yeti

Ich möchte immer mal vorstellen was bei mir auf den Nadeln ist oder gerade fertig gestellt. Beim lila Yeti muss ich etwas länger ausholen 😉

Letztes Jahr im September habe ich mit einer Freundin die Veranstaltung „Bielefeld spinnt“ besucht und dort stundenlang in den verschiedensten Garnen und Fasern geschwelgt. Man war zwar nach kaum einer halben Stunde schon vollkommen überwältigt vom Farbenrausch und den Garnen wo eines schöner war als das andere – aber wer weiß was am nächsten Stand auf einen wartet?

Wie stets bei solchen Veranstaltungen habe ich eine Einkaufsliste von der auch nicht abgewichen wird. Diesmal stand unter anderem darauf ein Garn für ein Tuch das ich schon länger stricken wollte. Es sollte einfarbig sein oder höchstens leicht meliert und als Material hatte ich mir etwas Edles vorgestellt, weich aber glänzend. Seide mit Merino vielleicht oder Seide mit Yak. Also an jedem Stand geschaut ob da etwas war was mir gefiel und ein Foto gemacht damit ich es hinterher wieder finden kann.

Yeti1.png

Interessanterweise habe ich dann Garn gekauft von einer Färberin gar nicht so weit entfernt von mir. Es war ein schöner Farbton, auch wenn er sich blöd fotografieren lässt, irgendwie lila – je nach Beleuchtung mal mehr ins blau, mal mehr ins weinrot. Und auch der Name hat mir gefallen – das Garn heißt „Yeti“. Also kam der Yeti mit heim. Der Strang landete in meinem Karton mit dem „guten “ Garn und musste jedes Mal mit mir kuscheln wenn ich diesen öffnete. Sooooo weiches Garn 🙂

Pläne sind beim Stricken nicht anders als im richtigen Leben – sie überleben den Kontakt mit dem „Feind“ nicht. Sollte ich wirklich ein solch kompliziertes Lacemuster mit einem mir so wertvollen Garn arbeiten? Wenn da was nicht klappte… So lag das Garn im Karton und wartete auf seinen Einsatz, wurde im Frühjahr gewickelt und lag dann wieder herum.

Also ging ich in mich und heraus kam: Ich wollte mit dem Garn gar nichts Kompliziertes machen, durch den schönen Glanz würde es vermutlich bei einem einfachen Projekt besser wirken. Ich wühlte mich durch Anleitungen (ich mag keine Dreiecktücher, aber dazu später irgendwann mehr) und ließ mich dann von „The Age of Brass and Steam Kerchief“ von Orange Flower Yarn inspirieren. Halbmondförmig, glatt rechts, mit ein paar einfachen Lochreihen als Auflockerung.

Das Garn lässt sich wirklich wundervoll stricken, es ist sagenhaft weich und kuschelig und durch die Seide doch schön glänzend und auch bei warmem Wetter kann man damit gut arbeiten. Auch wenn die letzten Reihen sich etwas lang zogen (es waren dann wohl mehr als 300 Maschen), das Tuch war schnell fertiggestellt. Jetzt muss es „nur noch“ gespannt werden…

Erfreulicherweise blieb auch noch ein ordentlicher Rest von dem Garn über. Was ich damit vorhabe? Woher soll ich das jetzt schon wissen, aber ich denke drüber nach!

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Tiere im Rollenspiel

Nein, ich rede nicht von Tieren als Mitspielern. Wenn aber jemand darüber etwas zu berichten hat – immer her damit! (Und irgendwann will ich noch Pugmire spielen, aber dazu vermutlich in einem späteren Post). Worüber ich schreiben möchte sind Tiere die im Rollenspiel die Gruppe begleiten. Sei es nur als Reit- oder Lasttier, als Haustier oder als tierischer Vertrauter – es gibt viele davon.

(Irgendwann spiele ich einmal eine rothaarigen junge Frau mit grünen Augen mit einer Katze, vielleicht ist sie sogar Besenmacherin und hat ein Ansichtsexemplar davon dabei? Klischees sind dafür da dass man mit ihnen spielt!)

Ich stelle jetzt einfach mal ein paar Tiere vor die mir im Gedächtnis geblieben sind:

  • Pferd wurde als Zugtier für einen Karren gekauft. Ich war Spielleiterin und als nach vier Sitzungen das Tier immer noch keinen Namen bekommen hatte da hieß es jetzt offiziell Pferd.
  • Fluffy begegnete uns als Kampfhund eines Gegners – groß, dunkles Fell, nicht ungefährlich. Aber Fluffy war schlau und das Fleisch mit dem wir ihn bestachen war ein gutes Argument. Kurzum, Fluffy wechselte die Seiten. Er war durch eine lange Kampagne bei uns, wurde später teils zum Höllenhund und dadurch noch gefährlicher – für die anderen 😉
  • Dummkopf – ein Frettchen. Dummkopf wurde als verletztes Jungtier im Wald gefunden, geheilt und aufgezogen. Zahm war Dummkopf, vor allem weil er so niedlich war + jeder ihn füttern wollte. Aber abgerichtet war er nicht. Ständig machte er nur Dummheiten, so war er auch zu seinem Namen gekommen.
  • Schaf – ein Regenbogenschaf. Wie genau Schaf zu der ziemlich wortkargen Albin gekommen ist, darüber schweigen beide. Nun ja, Schaf schweigt selten aber außer der Albin verstand das nur einmal eine sehr mächtige Fee. Ansonsten ist Schaf recht freundlich und lässt sich auch gerne streicheln, hat aber keine wirklich im Abenteuer anwendbaren Fähigkeiten.
  • Jean-Luc – ein Einrad fahrender Frosch. Ja, genau so kam er uns entgegen und wir waren auch verblüfft. Es stellte sich heraus dass Jean-Luc ziemlich viel Wissen und Können in den unterschiedlichsten Bereichen der Magie hatte. Nichts ist beschämender für einen Abenteurer als von einem Frosch gerettet zu werden…
  • Crane – ein Rabe. Fragt mich nicht wieso der Rabe „Kranich“ heißt. Er konnte zwar reden aber darüber hat er geschwiegen. Er war eine Art Vertrautentier eines Gruppenmitgliedes aber mochte diesen nicht wirklich. Irgendwann wurde Crane los geschickt einen Verdächtigen zu beobachten. Da geriet er in eine interessante Falle die seine Federn ausfallen ließ. Nachdem er nach stundenlangem Fußmarsch bei uns ankam hat er mit seinem „Herrn“ kein Wort mehr gewechselt bis die Federn nachgewachsen waren.

Was haben euch für interessante Tiere begleitet? Was für Ideen habt ihr für einen tierischen Begleiter?

 
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Verfasst von - Juli 7, 2018 in Rollenspiel

 

Ein wenig Frösteln gefällig?

Es verspricht ein schönes warmes Sommerwochenende zu werden. Für alle denen nach Abkühlung ist hier ein paar Bilder eines Novembermorgens. Das sind so die Momente mit denen man belohnt wird wenn einen der Hund früh aus dem Haus treibt 🙂



 
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Verfasst von - Juni 30, 2018 in Uncategorized

 

Entscheidungen…

Manchmal ist man im Vorfeld und zu Beginn eines Projektes total enthusiastisch, macht Fotos von jedem kleinen Fortschritt und erzählt überall davon. Und dann… dann lässt die Begeisterung nach, es macht immer weniger Spaß, es wird an anderen Projekten gearbeitet und diese eine Sache fällt in einen dämmerigen Halbschlaf um schließlich in einer dunklen Ecke zu landen.

Mir ging es wieder so bei einem Doppelstrickschal (auch Double Face genannt). Im Januar begonnen, hatte ich mir von Beginn Zeit damit gelassen. Muster stricken mit der dazu nötigen vollen Konzentration darauf kann ich immer nur über kurze Zeit. Aber er wuchs, Zentimeter um Zentimeter. Allerdings wurde das immer langsamer und schließlich landete der Schal mit einem knappen halben Meter Länge Anfang März im Regal.

Letzte Woche habe ich ihn wieder vor geholt und überlegt was es wohl ist das mir das Arbeiten daran verleidet. Es war ganz klar nicht das Doppelstricken, sondern einerseits das oft kleinteilige Muster – der ganze Schal wirkte sehr unruhig, man musste genau hinschauen was das Gestrickte abbilden sollte. Und das Garn mit Farbwechseln darin verstärkte das noch.

Oder erkennt man da wirklich den bösen Drachen der die arme kleine Spinne bedroht?

Ich hatte da viel Zeit und Energie hineingesteckt aber mir war klar: daran wirst du nicht weiter arbeiten. Auch wenn man noch so schön sehen konnte wie sich mein Doppelstricken Reihe für Reihe gebessert hatte. Auch wenn es ein bezahltes Muster ist. Auch wenn es sich irgendwie nach Versagen anfühlte. Auch wenn ich gar nicht dran denken mochte es zu ribbeln.

Es war das sprichwörtliche Ende mit Schrecken! Ich wollte allerdings mit dem Garn ein ähnliches Projekt machen (schließlich hatte ich es extra farblich passend zu meiner Winterjacke gekauft) und entschied mich für Vernetzt von Martina Niedermeier. Gestern begonnen und einen Rapport des Musters gestrickt – und ich bin zufrieden! Ein einfaches und doch interessantes geometrisches Muster bei dem das Garn mit dem Muster arbeitet und nicht dagegen (und mit etwas mehr Übung im Doppelstricken wird dann auch das Maschenbild hoffentlich besser). Es wird nicht mein Lieblingsprojekt werden aber sicherlich zum Winter fertig werden um mir den Hals zu wärmen.

Langer Rede kurzer Sinn: Manchmal muss man schmerzhafte Entscheidungen treffen und dann schauen wie man aus einer solchen „Niederlage“ noch etwas Schönes macht.

 
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Verfasst von - Juni 26, 2018 in Stricken, Häkeln etc.

 

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Kilometerleistung für 2017

 
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Verfasst von - April 9, 2018 in Stricken, Häkeln etc.

 

Ein neuer Notizblock

Ich benutze ja zum Mitschreiben beim Rollenspiel seit jeher einen simplen Spiralblock mit kariertem Papier in DIN A5. Der findet überall noch seinen Platz, ob neben der Computertastatur oder auf dem überfüllten Tisch bei eineNotizblock.jpgr Con. Später trenne ich die Seiten dann heraus und sie kommen in einen Ordner zum Charakterbogen. (Theoretisch will ich aus diesen Notizen auch immer zeitnah ein Tagebuch für meine Charaktere führen… aber dazu später mal mehr).

Nun brauchte ich einen neuen Block und habe im Fachhandel einen gefunden mit einer besonderen Lineatur die mir sofort zugesagt hat. Es handelt sich um den Spirablock x.book.pro von Herlitz. Der hat oben auf der Seite ein Sonderfeld für eine Überschrift und Datum und auch seitlich einen Rand, auf den ich plane Dinge wie verlorene Lebensenergie etc. zu notieren.

Der neue Block kommt heute noch zum ersten Einsatz – bin gespannt ob sich das als wirklich praktisch erweist oder nur ein Fall von „gut gemeint, aber nicht gut durchdacht“ ist.

 
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Verfasst von - Januar 23, 2016 in Rollenspiel, Uncategorized

 

Bundle of Holding

Rollenspiel-Fans die des Englischen mächtig sind und sich für unterschiedliche Systeme interessieren oder über allgemeine Rollenspielthemen mehr wissen wollen sollten ein Auge auf die Seite des Bundle of Holding haben. Dort werden PDFs zu bestimmten Themen für einen kurzen Zeitraum gebündelt abgegeben, zu einem gegenüber dem Ladenpreis stark reduziertem Preis. Aktuell werden angeboten die vierte Edition von Shadow Run, die zweite Edition von Mage: the Ascension sowie 13th Age.

Dabei gibt es immer eine Basisversion zu einem Festpreis (meist zehn bis zwanzig Euro) und eine Bonusversion mit zusätzlichem Material zu einem höheren, variablen Preis (bei den aktuellen Bündeln ~ 25 bis 35 Euro). Dieser Preis richtet sich nach der Summe die die bisherigen Käufer gezahlt haben: zahlen sie mehr, steigt auch der Preis. Wieso manche mehr zahlen als sein muss? Nun, einmal weil es ihnen das Material wert ist – denn man zahlt da nur einen Bruchteil des Ladenpreises. Und außerdem gehen 10% der Einkünfte an unterschiedlichste wohltägige Zwecke welche von den jeweiligen Verlagen ausgewählt werden.

Dieses Jahr habe ich z. B. bei den Angeboten zu Ars Magica und The One Ring zugegriffen. Zu Letzterem werde ich wohl bald mehr erzählen da ich da gerade eine Elbin durch ein kurzes Abenteuer zum Kennenlernen des Systems führe.

 
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Verfasst von - Dezember 28, 2015 in Rollenspiel

 

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