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Rekonstruktion eines Socken /Remake of a Sock

Meine Schwestern bekam letztens ein Paar handgestrickter Socken geschenkt. Dummerweise waren sie zu groß und vor allem zu lang am Bein, eher Kniestrümpfe als Socken. Also habe ich angeboten, sie aufzuribbeln und neu zu stricken. Die Arbeitsschritte dazu habe ich im Foto festgehalten.

Recently my sister got a pair of handmade socks as a gift. Unfortunately they were too big and much too long – nearly knee-length.  So I offered to unravel them and knit them again. These are the steps of that procedure:


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Upper right: The Socks before the start of the work So sahen die Socken vorher aus.
Middle right: Starting to unravel the sock Von der Spitze aus wird der Socken aufgeribbelt
Lower right: The reel I bought recently – it really helps with winding the yarn. Die letztens angeschaffte Haspel – wirklich sehr hilfreich für diese Arbeit.
Lower Left: The skein of yarn – really crinkled after having been a sock. Stark gekräuselt, aber ordentlich im Strang

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Upper left: I wetted the yarn and suspended it between two clothes hangers. I put a light jacket on the lower hanger as a weight to flatten the yarn without putting too much tension on it. Den angefeuchteten Garnstrang hab ich auf einen Kleiderbügel gehängt und mit einem zweiten beschwert – eine leichte Regenjacke gab genau das richtige Gewicht um es nicht zu sehr zu dehnen.
Upper right: Close-up of the slightly wet yarn between the hangers. Nahaufnahme des Garns zwischen den Kleiderbügeln
Middle right: The dried and mostly straightened yarn. Das trockene Garn am nächsten Tag – fast glatt.
Lower right: Rolling the yarn on the nostepinne to form a cake. Das Garn wird mittels der Nostepinne zu einem Knäuel geformt.
Lower left: The yarn cake that was once a sock. Das fertige Knäuel, mit dem losen Faden zum aus der Mitte ziehen.

Dann ging es ans Stricken – kein wirklicher „Stino“ wie das Original, ich habe seitlich einen kleinen Zopf eingestrickt. Ein wirkliches Muster ist nicht ratsam bei solchen Garnen mit Farbverlauf, denn das Garn „schluckt“ dann das Muster.  Ein Socken ist fertig bis auf das Abketten, der nächste wird dann begonnen.

I immediately started re-knitting the socks – one is finished but for the bind off, the other one I will start immediately after that. I added a small cable along the side of the sock. Intricate patterns don’t work with such colorchanging yarn, the yarn „swallows“ the pattern.

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Verfasst von - Februar 13, 2020 in Stricken, Häkeln etc.

 

RPG Blog-o-Quest #53: Blinde Flecken

Beim RPG Blog-o-Quest geht es jeden Monat um ein neues Thema, diesen Monat ist es Blinde Flecken. Neben dem Thema hat sich Ackerknecht, der diesen Monat dafür zuständig ist, noch etwas anderes ausgedacht, nämlich den zum Thema gehörenden Lückentext. Also ran an die Lücken und die blinden Flecken!

(Meine eingefügten Antworten sind kursiv und fett geschrieben)

  1. Obwohl ich mich selbst als begeisterte Online-Rollenspielerin bezeichne, habe ich noch nie mit Kameraeinsatz gespielt, und ich plane auch nicht, das zu ändern, denn die Gesichter meiner Mitspieler sind so klein auf dem Bildschirm, dass mir kein wirkliches Erkennen der Mimik möglich ist und so mehr Ablenkung als Mehrwert bringt.
  2. Splittermond ist mein Lieblings-Rollenspiel. Fokusverwaltung ist ein Kernelement davon, dass ich bisher geflissentlich ignoriert habe, denn ich spiele meist online und MapTool nimmt mir diesen Fummelkram ab.
  3. Genug der Selbstkritik. Zeit um mal mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen. Ich werde nie verstehen, wie jemand ernsthaft dieses Hobby betreiben will, wenn man noch nie die Spielleitung mit Keksen „bestochen“ hat.
  4. Der Eskapodcast hat sich unlängst mit Kartendecks und anderen Gadgets befasst. Ich könnte mir aber nicht vorstellen, jemals mit Props zu spielen.
  5. 2020 ist ja noch jung. Dieses Jahr werde ich zum ersten Mal überhaupt
  • … ein Spiel leiten.
  • … einmal kein Spiel leiten, sondern einfach Spieler sein.
  • … ein spielleiterloses Spiel spielen.
  • … ein würfelloses Spiel spielen.
  • … larpen.
  • … Tabletop-Minis bemalen.
  • … an einem RSP-Karneval oder einer Blog-O-Quest teilnehmen.
    (hiermit geschehen)
  • … einen RSP-Karneval oder eine Blog-O-Quest ausrichten.
  • … zu einer Con fahren.
  • … am Gratis-Rollenspiel-Tag teilnehmen.
  • … am Gratis-Comic-Tag teilnehmen.
  • … einen Beitrag beim WOTC einreichen.
  • … an einer der August-Aktionen „RPG-a-Day“ oder „Wider den RPG-a-Day“ teilnehmen.

Die meisten der zur Auswahl stehenden Dinge mache ich entweder regelmäßig oder ich weiß es noch nicht genau (GRT) oder gehören nicht zu meinen aktuellen Interessen (LARP, Miniaturen bemalen).

Bonusfrage: Jetzt das ganze noch mal zum Thema Medien. Mein Lieblingsgenre in Film/Fernsehen/Literatur ist Fantasy. Ein absoluter Meilenstein in diesem Genre soll ja Game of Thrones sein, aber ich glaube nicht, dass ich da etwas verpasst habe, denn ich habe die Bücher gelesen als sie erschienen sind und schon „Clash of Kings“ nur unwillig zu Ende gelesen, weil ich es insgesamt langweilig fand.

 

 

PS: Ich kann mich Herrn Ackerknecht anschließen – mit ein Grund dafür, mir die Serie nicht anzuschauen, war der Enthusiasmus der „Muggles“.

 

 

Bildquelle: Blechpirat

 
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Verfasst von - Februar 5, 2020 in Rollenspiel

 

Ein Waschfisch / A „Fishy“ Bath Mitt

Fische und Wasser gehören zusammen / A fish belongs in water


Die Idee an sich stammt nicht von mir. Ich hatte einen ähnlichen Fisch auf einem Foto gesehen und mir gemerkt. Später habe ich herausgefunden, dass es in einem japanischen Buch eine Anleitung in der Richtung gibt. An sich bedarf es aber keiner Anleitung – so ein Fisch ist einfach und schnell herzustellen.

I didn’t come up with the idea myself. I had seen a similar fish in a photo and saved it. Later I found out that there is a pattern for a similar bath mitt in a Japanese book. However, no instructions are required – such a fish is easy and quick to knit.


Das Garn ist Schachenmayr Cleany, es geht aber auch z. B. mit einem klassischen Baumwoll-Topflappengarn.
The yarn I used is Red Heart Scrubby but you can use a not too thin cotton yarn.


Gestrickt wird in der Runde, angefangen mit einem einfachen 1 links, 1 rechts Bündchen – wie z. B. für Socken oder Ärmelabschluss. Danach jeweils 1 Runde rechts und eine Runde links, dabei nach jeder zweiten Runde die Farbe wechseln. Im letzten Drittel dieser Runden jeweils in der rechten Grundfarbenreihe 2 Maschen beidseits abnehmen. Zum Schluss eine rechte Reihe und danach in jeder Reihe seitlich abnehmen (wie bei einer Bändchenspitze) bis nur noch wenige Maschen über sind. Diese mit dem Maschenstich vernähen oder einfach mit dem Faden zuziehen.
You knit in the round and start with a 1×1 ribbing like you would for a sock. After that you knit one row and purl one row while changing the color after every purl row. In the last third of the knit/purl rows you decrease two stitches in every knit row of the main color. For the „fish head“ you knit again in the round and decrease at the side like you would for a toe of a sock until there are only a few stitches left. Close the opening with Kitchener stitches or simply draw the stitches together with the end of the yarn.


Natürlich kann man den Fisch auch vom Kopf her beginnen – das strickt man dann wie bei von den Zehen aufwärts gestrickte Socken.
Of course you could start your fish at the head like you knit toe-up socks.


So ein Waschfisch ist schnell gestrickt, ideale Resteverwertung und ein schönes und praktisches Geschenk.
This „washing fish“ is a fast knit, perfect for using leftover yarn and a nice gift.
 

Erinnerungen eines Fußballfans

Gestern war Holocaust-Gedenktag und auf allen Medien kamen Reden und Gedenkfeiern, alle hatten zu diesem Tag etwas zu sagen. Aber wichtiger als an einem Tag im Jahr der großen mediale Rundumschlag von Politikern und anderen Hauptamtlichen ist mir persönlich anderes. Menschen, die tagtäglich ihr Leben leben, ganz normal, wie wir alle. Die neben uns an der Supermarktkasse stehen oder – wie hier – im Stadion sitzen. Die zeigen, dass unser Menschsein, unsere Gemeinsamkeiten, mehr wiegen als alle künstlich heran gezerrten Unterschiede.

Jedenfalls blieb mir am deutlichsten im Gedächtnis von all dem, was ich gestern gesehen habe, ein kleiner Tweet von DW Sports, also der Sportsparte der Deutschen Welle.

Ein schöner Artikel, der einen Bogen spannt von der Vergangenheit zur Gegenwart und von der nur zögernden Aufarbeitung im Sport zeugt (wobei der Fußball da sogar fast Vorreiter ist).

Hier geht es zu Artikel und Film auf der Seite der Deutschen Welle.

 
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Verfasst von - Januar 28, 2020 in Geschichte

 

Book Review/Buchbesprechung: „Knit One, Kill Two“ – Maggie Sefton

Ich bin eine begeisterte Leserin und liebe es, Krimis zu lesen, insbesondere sogenannte „Häkelkrimis“. Eine meiner Lieblingsautorinnen, Charlotte MacLeod, hatte eine Krimiserie unter dem Pseudonym Alisa Craig geschrieben, in der einige der Bücher sich rund um Quilts etc. drehen. Ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach weiteren Krimis in dieser Richtung. Letztens stieß auf Maggie Sefton. Es gab mehrere Bücher von ihr (juhu, eine Serie!), und die ersten beiden Bücher waren in einem Band neu veröffentlicht worden. Ich kaufe gern gebrauchte Bücher – 6 € für zwei Bücher plus Lieferung aus den USA? Gekauft.

I’m an avid reader and love reading mysteries, especially „cozy“ mysteries (btw, the German term for these is „Häkelkrimi“ = Crochet mystery). One of my favourite authors, Charlotte MacLeod, has written a mystery series using the pseudonym Alisa Craig where some of the topics are needlework-related and I enjoyed those. So I was on the search for more mysteries in that direction. I browsed some listing and came upon Maggie Sefton. There were several books (yay, a series!) and the first books had been republished in one volume. I primarily buy used books – €6 for two books + delivery from the US? Sold.

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The Book / Das Buch

Das Buch selbst gehörte früher zu einer Bibliothek: „King County Library System“ steht auf dem Aufkleber, natürlich musste ich sofort suchen, wo das ist. Washington – nun, die Leute dort scheinen mit ihren Bibliotheksbüchern pfleglich umzugehen. Die Seiten waren etwas vergilbt, aber das Buch war in einem ausgezeichneten Zustand.

The book itself used to belong to a library before: „King County Library System“ the label says, of course I had to search where that is. Washington – well the people there seem to handle their library books with care. The pages were a bit yellowed, but the book was in excellent condition.

Content / Inhalt

Eine ältere Frau stirbt, ihre Nichte (die Hauptfigur) kommt, um zu erledigen, was nach einem Todesfall so anfällt. Gleich gegenüber befindet sich ein Garngeschäft, in dem die Nichte den größten Teil der Detektivarbeit erledigt. Und da beginnen meine Probleme mit diesem Buch.

An elder woman dies, her niece (the leading character) comes to tend to the estate and what there is to do after a death. Right across the street is a yarn shop where most of the sleuthing is done by said niece. And there starts my problems with this book.

Die Autorin bemüht sich zu Beginn, die Hauptfigur als „Handarbeits-Verweigerin“ darzustellen – aber sobald sie den Laden betritt, ist das schnell vergessen. Die Frau ist fasziniert von den Farben des ganzen Garns und lernt bald zu stricken. Und es klappt auch schnell: ein kleines Übungsstück, darauf folgt ein Schal und dann ist von einem Pullover die Rede. Sicher – ich lerne stricken und sobald ich ein paar Reihen mit linken Maschen gestrickt habe, fange ich mit einem Pullover an… OK, lassen wir das mal außer Acht.

The author takes care to present the leading character as a non-needleworker (and the author clearly is) – but as soon as she enters the shop all that is forgotten. The woman is mesmerized by the colors of all the yarn and soon is starting to knit. And it works: a bit of practice, soon a scarf follows and then there is talk of a sweater. Sure – I learn to knit and purl and immediately start a sweater… OK, let’s disregard that.

Das Garngeschäft ist immer voll mit Strickerinnen. Und das gleiche halbe Dutzend Frauen sind dort, Tag für Tag. Egal, ob sie einen oder sogar mehrere Jobs haben – man findet sie strickend im Laden, sobald die Amateurdetektivin ihn betritt.

The yarn shop is always full of knitters (female, of course). And the same half a dozen of women are there, day in day out. Regardless whether they are working one or more jobs – they can be found knitting in the shop as soon as the amateur sleuth enters it.

Vor ein paar Monaten hatte ich eine Dissertation gelesen zum Mythos „Schwarze Menschen stricken nicht“. Nun, die Autorin dieses Buches scheint den Mythos nicht nur zu glauben, sie übertrifft ihn. Es gibt nicht nur keine einzige farbige Person, die Namen und Beschreibungen lassen mich an den alten Begriff „WASP“ denken. Er scheint nicht 100% zu passen, denn die Hauptfigur hat irische Vorfahren, und während des Gottesdienstes kniet sie nieder (was für mich klar auf eine katholische Konfession hinweist). Aber sonst? Ich weiß nichts über das Kleinstadtleben in Colorado (alles, was ich über Colorado weiß, stammt aus den Goldy-Schulz-Krimis und der Stargate Fernsehserie), aber selbst in meiner norddeutschen Kleinstadt ist mehr „Abwechslung“ (in meiner Strickgruppe gibt es eine Chinesin, und im Laden waren russische und türkische Kunden). Das „Exotischste“ in diesem Buch ist Eduardo, der Besitzer des benachbarten Cafés 😉

In October I read a dissertation about the „Black people don’t knit“ myth. Well, this book’s author seems to buy into the myth and more. Not only is there not a single person of color, the names and descriptions make me think about the old term „WASP“. It doesn’t seem to fit 100% because there the main character has Irish ancestry and there is kneeling during church service (which for me says Catholic). But otherwise? I don’t know about small town Colorado (all I know about Colorado comes from the Goldy Schulz Mysteries and the Stargate TV Series), but even small town Northern Germany has more variety than that (there is a Chinese woman in my knitting group and there were Russian and Turkish customers at the shop). The most „exotic“ in this book is Eduardo, the owner of the next-door coffee shop 😉

Conclusion / Fazit

Es schadet nicht, dieses Buch zu lesen – man verpasst aber wirklich nichts, wenn man das nicht tut. Ich werde das zweite Buch in dem Band lesen, habe aber keine großen Erwartungen.

Reading the book won’t really hurt you, but not reading it won’t hurt you either. I’m going to read the second book in the volume next, but I don’t have high expectations.


PS:

Hat jemand Tipps für Krimis mit Handarbeits-Bezug? / Do you have any suggestions for fibre-related mysteries?

 
 

RPG Challenge 2019

Es gibt seit ein paar Jahren auf Jaegers.Net zu Jahresbeginn eine Challenge: Quests, die man am Rollenspieltisch so nebenher durchführen kann (oder eben auch nicht). Das gehörte bisher zu den Sachen, die ich beim Lesen hochinteressant fand, aber übers Jahr vergessen habe (Kennt ihr auch diese guten Vorsätze besser Buch zu führen über eure gespielten Runden?). Bei Timberwere habe ich schon die erste Übersicht der Quests von 2019 gelesen und da hat mich der Ehrgeiz gepackt 🙂

Hier also mein Stand bei der RPG Challenge 2019!

Die Quests

  1. Troubadix: Spiele als Barde oder Sänger und bringe deine Mitspieler dazu dich am Ende des Abenteuers gefesselt und geknebelt unter einem Baum zurückzulassen.
    Nun, ich habe zwar in drei Rollenspiel-Systemen eine Bardin, aber so schlimm ist es da noch nicht gekommen. Gut, die können auch meist sehr gut spielen und/oder singen. Aber vielleicht wäre ein Char mit Troubadix‘ Künsten mal eine Idee…
  2. Montgolfier: Fliege im Abenteuer mit einem Heißluftballon oder etwas Vergleichbarem.
    Sorry, auch nicht wirklich. Bei „Sundered Skies“ reist man auf Segelschiffen durch eben jene zerborstenen Himmel – darf ich das als halben Punkt zählen?
  3. Alliterierendes Abrakadabra: Sprich einen magischen Zauber (oder Spruch) in vollständiger Alliteration, also alle Worte im Spruch beginnen mit dem gleichen Buchstaben.
    Irgendwie spiele ich gar keine „klassisch“ magischen Charaktere – alliterierender als die üblichen DSA-Zauber war da nichts.
  4. Kanalratten: Begib dich im Abenteuer (gerne unnötigerweise) in die Kanalisation oder in vergleichbare, übelriechende Gefilde.
    Oh ja – endlich ein Punkt. Herrlich übelriechende unterirdische Kanalisation/Gewölbe, sehr alt, quiekende Ratten, Befreiung von seit Wochen dort schmachtenden Gefangenen und Durchsuchung eines alchimisten Labors das wohl anscheinend Werwesen hervorbringen sollte. Gut, bei der Durchsuchung des Labors haben wir eine Falle ausgelöst, die schnell alles in Brand setzte, uns mit giftigen Gasen vertrieb und dann alle Beweismittel gegen die (noch unbekannten) Bösen vernichtete. Die Obrigkeit war not amused, aber das kann doch mal passieren, oder?
  5. Titanic: Versenke ein Schiff (mindestens ein Ruderboot)…
    Sundered Skies – in besagten Himmeln war ein Schiff, geschaffen aus dem Skelett eines Drachens, welches als Flagschiff der Hohepriesterin einer dunklen Göttin diente. Bevölkert mit Untoten und zum Schluss erwies sich auch der Drachen nicht als wirklich tot… Jedenfalls war das Schiff kaputt und wir knapp entkommen.
  6. Wetzstein: Lasse bei einem Profi deine Messer schärfen, Knüppel polieren oder Pistolen reinigen.
    Ich spiele seit ca. einem Jahr einen leichten Nahkämpfer, Typ Leibwächter. Der ist in Bezug auf sein „Handwerkszeug“ recht penibel und nutzt gerne Aufenthalte in Städten um seine Kurzschwerter „warten“ zu lassen.
  7. Samtpfoten: Spiele eine Runde mit oder als Katze/Kater.
    Ein Bekannter von mir hat ein Rollenspiel namens „SpaceCats – Willkommen im Weltall“ entwickelt. Das Ganze ist nicht sehr ernst gemeint und lässt sich etwa mit „Kobolde!“ vergleichen. Jedenfalls hat er eine Runde davon geleitet bei einer Con im Mai und meine „Petrella“ hat sich gemeinsam mit anderen Katzen auf eine Quest gemacht um das Geheimrezept einer „Saumagen-Lasagne“ zu besorgen.
    Was? Natürlich haben wir es gefunden! Welche Frage – gut, irgendwie schien es dann doch nicht so wichtig gewesen zu sein…
    Ach ja, in meiner „Sundered Skies“-Gruppe sielt jemand einen Katzen-Wildling, also eine Art Katzenmenschen.
  8. Schatzvergräber: Vergrabe oder versenke einen Schatz (dein Gold und/oder andere Wertgegenstände).
    Ja, habe ich. In nem unterirdischen Gewölbe haufenweise goldenen Tand gefunden, alles eingepackt und nach einigen Kilometern gemerkt, dass Gold verflixt schwer ist. Also den Großteil unter einer alten Eiche verbuddelt und schnell weiter, dem Bösewicht hinterher (oder so).
  9. Die Axt im Wald: Fälle einen Baum.
    Ja, habe ich. Ich entsinne mich noch gut meiner Empörung, als meine Gefährten meinten, man könne doch eigentlich auch meine Axt nehmen. Meine gute zweihändige Streitaxt – damit fällt eine Zwergin doch keine Bäume!
  10. Klimaneutral: Pflanze einen Baum (oder eine andere Pflanze).
    Nein, leider nicht. Rollenspiel-Char sind selten sesshaft, sonst hätte ich längst einen Char mit Hobby „Rosen züchten“ oder so.
    )
  11. Vegan for …: Starte eine Diskussion mit einem NSC über vegane und basische Ernährung. (Überzeugst du ihn, gibt das einen Bonuspunkt).
    Auch nicht. Ich hab aber noch einen Char in der Schublade, die Dame ist nur Fleisch von Tieren, die nicht für diesen Zweck getötet wurden…
  12. Kleine Straße: Würfle mit mindestens drei Würfeln in einem Wurf drei aufeinanderfolgende Zahlen.
    Kann ich mich auch nicht dran erinnern.
  13. Trump is as Trump does: Feuere (ingame) ein Teammitglied (SC oder NSC) und ersetze es durch einen anderen Charakter (SC oder NSC). Ich spiele selten Chars in Führungspositionen 🙂
  14. Göttlicher Beistand: Bete in einem Abenteuer zu einer Gottheit und bitte demütig um etwas.
    Die meisten meiner Fantasy-Chars sind recht gläubig, neigen aber zu einer Gottheit des Typs „Hilf dir selbst, dann hilft dir XYZ“. Mein Kämpfer betet oft für die Seelen der von ihm Getöteten, denn er weiß es hätte auch ihn treffen können.
  15. Lauf, Forrest, lauf!: Lass deine gesamte Ausrüstung fallen und nimm die Beine in die Hand. Hmmm… gefllüchtet… ähm… den geordneten Rückzug angetreten bin ich einige Male, aber Ausrüstung blieb immer dabei.
  16. Bis zur Unendlichkeit: Bereise ein anderes Planetensystem (mindestens jedoch einen anderen Planeten).
    Bei „Through the Breach“ geht es in eine andere Dimension – wo oder wann oder wie genau das ist, wer weiß das schon (oder will es wissen).
  17. Panzerknacker: Öffne einen Safe oder eine verschlossene Schatztruhe, behaupte, es sei nichts drin und versuche den Inhalt heimlich an Dich zu bringen.
    Wieder nichts, was zu meinen Chars passt. Würde höchstens geschehen „damit XYZ nichts davon mitbekommt, ist besser so“ – die üblichen Heimlichkeiten der Gruppe vorm Paladin 😉
  18. Shopping Queen: Spiele eine ausgeprägte, allumfassende Einkaufs- und Ausrüstungsszene und statte dich mit allem Erdenklichen aus (bis an die Grenze deiner Tragkraft oder deines Kapitals).
    Hmmm… ich habe da einen ausführlichen Besuch beim Waffenhändler gehabt, bei dem es um eine Armbrust ging. Lang hat’s gedauert, es wurde ausdauernd gefeilscht…
  19. Drama Queen: Mach ein episches Drama aus deinem eingerissenen Fingernagel, einem Kratzer in der Rüstung, oder einer ähnlichen Bagatelle.
    Wieder nichts. Meine Chars sind anscheinend zu pragmatisch 😉
  20. Friendly Fire: Schieße auf ein Mitglied deines Teams … oder werde von einem solchen getroffen und es sollte dabei Schaden entstehen.
    Oh ja. Sundered Skies – mein Zwerg hat eine gepimpte Armbrust (da ist etwas von der Essenz (oder so) eines untoten Drachen drin, fragt nicht). Und letztens gab es da in einem kleinen Kampf einen bedauernswerten Fehlschuss… Und diese Waffe macht ordentlich Schaden!
  21. Improvisationstalent: Verwende eine Waffe oder ein Werkzeug, das du vor Ort erst erstellst.
    Wieder mein Zwerg – der hat an harpunenartigen Bolzen für die Balliste des Schiffes Explosiv-wasauchimmer befestigt, auf jeden Fall macht das ziemlich Wumms.
  22. Ausbrecherkönig: Befreie dich (oder jemand anderes) aus einem Gefängnis/Kerker/Verlies oder Vergleichbarem.
    Geiselbefreiung aus eisigem Höhlensystem. Alles kein Problem… hüstel
  23. Jahr des Hundes: Spiele nach dem 16. Februar eine Runde, in der ein Hund eine entscheidende Bedeutung hat.
    Nicht wirklich. Bei „SpaceCats“ hatten wir tiefenphilosophische Gespräche mit Wachhunden, denen wir auch einen Gefallen getan haben… aber das war nicht wirklich entscheidend.
  24. Wie die Kinder: Spiele ein Rollenspiel mit Kindern (unter 14 Jahren).
    Leider nicht.

Zusatzpunkte aus alten QuestsEs gibt ja noch anteilig Punkte für erfüllte Quests aus den Vorjahren (50% für 2018 etc.) – mal schauen, ob ich da was geschafft habe:

2018

  • Drachenhort: Spiele ein Abenteuer, bei dem ein Drache vorkommt.
    Aber sowas von – das DSA-Abenteuer „Jungfrau in Nöten“ 🙂

Ein halber Punkt, immerhin. Die anderen sind alle „nah dran, aber knapp vorbei“.

2017

  • In der Matrix: Spiele eine Rollenspielrunde online.
    Eine? Ich bin da Wiederholungstäterin!
  • Gnade vor Recht: Verschone in einem Spiel einen NSC im Kampf. (Also töte ihn nicht!)
    Da wird schon mal jemand mit „Lauf!“ davon gejagt – schließlich wird man nicht pro Getötetem, sondern für die Lösung des Problems bezahlt.
  • Dominierend: Spiele von einem System mindestens 12 Spielrunden.
    Das habe ich in drei, wenn nicht sogar vier Systemen getan.

0,75 Punkte – wer hätte das gedacht?

2016

  • Spiele das Rollenspiel, mit dem Du dieses Hobby begonnen hast.
    Ja, ich spiele immer noch DSA.
  • Spiele ein Rollenspiel, mit einem neuen, selbsterschaffenen Charakter.
    Through the Breach – wer hätte gedacht, dass magische Charaktere so viel Zeit und Mühe benötigen zum Erstellen? (Noch einmal Dank an Timberwere!)
  • Spiele ein Rollenspiel mit mindestens fünf Mitspielern
    Kobolde werden erst ab fünf Spielern so richtig gut 🙂
  • Spiele ein Rollenspiel, das nur in einer nicht-deutschen Sprache vorliegt.
    Ars Magica – gibt’s nur auf Italienisch und Englisch (da warte ich übrigens immer noch auf die Sachen vom Kickstarter…)
  • Spiele ein satirisches Rollenspiel
    Mal wieder die Kobolde – oder ist das schon Slapstick und nicht mehr Satire?
  • Spiele ein Rollenspiel auf einer Convention
    Ich liebe Cons – vor allem weil ich sonst meist online spiele!
  • Spiele ein Rollenspiel mit blauem Einband
    Aber natürlich spiele ich Splittermond 🙂
  • Leite ein Rollenspiel
    Auch immer wieder gerne.

Acht Quests – das ergibt einen ganzen Punkt!

Resultat

Insgesamt ergibt das 12,25 Punkte. Kein überragendes Ergebnis – aber Hauptsache, ich hatte Spaß 🙂


Bildquelle: Pixabay

 
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Verfasst von - Januar 15, 2020 in Rollenspiel, Gaming

 

Sewing with Paper: SnapPap / Nähen mit Papier

SnapPap

Das Material gibt es schon ein paar Jahre, aber ich habe erst vor ein paar Monaten davon gelesen, war aber sofort daran interessiert: Etwas, das aussah wie Papier, aber viel haltbarer war und genäht werden konnte….. Ich suchte nach weiteren Informationen und erfuhr, dass es lederähnlich aussehen soll, wenn man es zuerst knittert und danach wäscht. Die Webseite dazu zeigt viele Beispiele, es gibt das Material auch „vorgeknittert“ zu kaufen und in Metallic-Optik, aber ich fand das „Papierbraun“ eigentlich sehr schön.

It’s not new but I read about SnapPap only a few months ago and I was interested at once: Something that looked like paper, but was much more durable and could be sewn… I looked for more information and learned that it could look leather-like if you first crumple it and wash it afterwards. Unfortunately the homepage is German only, but you can probably find information about it and buy it elsewhere in the world. Or probably there is something similar from a different brand – „vegan leather“ is a good slogan that caters to a lot of interests 😉

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Left: finished bag; right from top: ornamental stitch from the inside /
crumpled before washing / new and post-wash

Letztens  bin ich endlich dazu gekommen mir das Material zu kaufen. Es fühlt sich wirklich wie Papier an, etwas dicker als Tonpapier und auch fester und glatter. Ich beschloss, eine einfache Projekttasche zu machen. Also wurde ein Stück abgeschnitten und zerknittert – was einfacher klingt als es war, da hatte ich wirklich alle Hände voll zu tun 😉 Danach kam das Stück SnapPap ohne viel Umstände mit Jeans und T-Shirts in die Waschmaschine.

I bought some and it really is like paper, only thicker and more dense and smooth. I decided to make a simple project bag. A piece was cut off and crumpled – which sounds easier than it was, my hands really got a work out. Afterwards it accompanied some jeans and t-shirts in their washing cycle.

Es kam glatter wieder heraus, aber mit den Spuren vom Zerknüllen, der dem Ganzen wirklich einen lederartigen Look verlieh. Leider ist es schwierig zu fotografieren, zumindest mit meinem Handy, es bleibt ziemlich verschwommen. Auf Anraten mehrerer Nähblogs beschloss ich, es zu nähen, während es noch etwas feucht war – sozusagen „bügelfeucht“. Trocken kann man sicherlich einfache Nähte machen, aber in Form bringen klappt da nicht.

It came out more smooth, but with the traces of the crumpling which truly gave it a leather-like look. Unfortunately it’s difficult to photograph, at least with my mobile phone, the pictures are a bit blurred. Following advice from several sewing blogs, I decided to sew it while it was still a bit damp.

Das Nähen dieses Materials ist wie bei anderen dichten und festen Stoffen – aber man muss schon aufpassen bevor man loslegt. Wenn die Löcher von den Stichen einmal drin sind, dann bleiben sie 😉 Ich habe meine übliche Projekttasche gemacht mit einem Zierstich-Saum an der Oberkante. Man braucht es eigentlich nicht zu säumen, weil es ja nicht ausfransen kann, aber ich mit der festeren Kante, die das doppelte Material ergibt, bin ich auf der sicheren Seite.

Sewing this material is like other dense fabrics – but you have to take care that you make the right stitches and seams. Once sewn, the holes in the fabric will stay there 😉 I made my simple project bag and an hemline at the top with an ornamental stitch. You don’t need to hem it but I prefer the firmer edge the doubled material provides.

Nachdem der Beutel trocken war, habe ich ihn gleich benutzt. Er ist wirklich solide und steht aufrecht, auch wenn er leer ist. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit Material und Handhabung. Ich habe noch die gleiche Menge SnapPap übrig und denke darüber nach, was ich damit machen werde….. Und es gibt das Zeug ja in verschiedenen Farben… Schau’n mer mal 😉

After the bag was dry, I put it to use. It’s strong and stands even when it’s empty and I love it. I still have the same amount of SnapPap left and I’m thinking about what I’ll do with it… And they have it in different colors: white and black and grey… So many possibilities and not enough hours in the day 😉

 

 

 
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Verfasst von - Januar 14, 2020 in Stricken, Häkeln etc.